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kristallgetränktes blütenmeer aus staub ---
zerschlagene glasgebilde im sand
dein atem wallt noch greifbar

tanzen

drehende körper im vergangenen wind
hauch geliebter seelen
die nackte wade taucht in wasser

schilfgeplänkel

küsse, die keinen leib mehr kennen
schreie, die einst brüste zum bersten brachten
und träume, die einander immer wieder neu gebären

gefunden
17.6.06 13:48


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*sternengeheimnis*

Sei mein Sternengeheimnis
Kühl auf der erhitzten Haut
Salzig im Schweiß jedes Atemzuges

Lass mein Haar sich in das deine flechten
Folge dem Blick
Horizonte vor deiner Unendlichkeit

Dreh dich mein Juwel
Nichts kann dich stoppen
Alles bist du

Ich leg mich mit dir nieder
In Grashalmgeschichten anderer Zeit
Wolkenbilderspiel

Träum mich hinfort
Träum mich hin zu dir
Träum mich
14.5.06 15:24


> kleine existenz <

kleine existenz im
blütengewirr
tanz der gezeiten
halt an mein kind
halt inne
küsse
wirbel deine füße zu
beflügeln
saug sternenstaub
in meinen leib
lächelnder krampf im ungewirr
und spielend wächst
er heran seinen
vater zu töten

die offene hand gestreckt
empfang den kelch
weihe - kleine existenz
5.5.06 17:13


neben einem zu stehen

und es zerreißt ihr das herz ... so greifbar und doch so fern ... er hat keine kraft mehr für einen erneuten schritt ... ihm blutet das herz ... und sie schreit ihn an - er möge sie ansehen ... er solle nicht mit dem blick am boden haften bleiben ... so unendlich schwer ... aber kein laut verlässt ihre lippen ... und ihre augen finden einander nicht ... sein kopf sinkt auf seine arme ... keinen grund mehr ihn aufrecht zu halten ... die flasche halb geleert steht fast vergessen vor ihm auf dem tisch ... und sie tut als glaubte sie ihm - er sei müde ... während sie der wahrheit wegen weint ... neben einem zu stehen, der stirbt ... neben einem zu stehen, den man liebt ... neben einem zu stehen, nichts tun zu können ... doch vielleicht gibt es irgendetwas, das sie tun könnte ... es muss doch etwas geben ... sie findet es nicht ... erstickt am leid die dinge nur anzusehen ... musik trägt beide hinfort ... traurige klänge, die sagen wozu beide nicht fähig ... und er fällt weiter in die reste seines selbst ... während sie mit dem strom davon treibt ... ihn zurücklässt ... und nur die musik ist ihre brücke ... im meer, das keine inseln hat
24.3.06 16:41


flockenwalzer in ihren träumen ... sie tanzt im hauch des märchenwindes ... der mond fällt ihr zu füßen ... die sterne zupft sie spielerisch vom himmel herab ... wiegt sie jeden einzeln - behutsam - in ihren zarten fingern ... bestaunt was sie zu verzaubern mag ... und genießt sie anschließend wie julikirschen auf ihrer süßen zunge zergehend ... sternenimbiss zwischen hier und jetzt ... ihr haar fällt einem schwarzen schleier gleich lustlos ihr zur taille ... verrutscht in seiner lethargie als sie zum boden sich beugt ... bettet sanft in schnee - erloschenen schmetterling ihr zu füßen ... wenn sie singt erzittern die bäume ... gänsehautbedeckt ... ihre stimme durchdringt ihr herz nicht ... in ihren augen spiegelt sich das meer ... das meer, in dessen fluten sie geboren wurde ... doch ist es ein meer, zu dem zurückkehren ihr nicht mehr gelingt ... denn sie ist längst darin ertrunken ... flockenwalzer auf ihrer kalten haut
12.3.06 20:10


wir tragen die welt auf unseren schultern ... jeder ein stück der last für sich ... aber es ist nicht so, dass wenn wir mehr werden ... dass wenn mehr von uns die welt auf ihren schultern betten ... es leichter wird die last zu ertragen ... denn ein stück der weltenlast zu tragen ist uns vorbestimmt ... und wer von uns seiner aufgabe nicht mehr nachkommen kann ... der schubst sich in die masse rein ... der welten rand zumindest zu streifen ... und so entsteht gedrängel und angst die welt nicht mehr greifen zu können ... und wer aus dem pöbel entgleitet - der hat das universum verloren
26.2.06 15:23


~heute ist jeden tag~

... heute scheint die sonne ... so einnehmend und gut ... ja, heute geht's mir gut ... heute ist der tag, an dem die welten sich ber?hren ... sichtbar ... und ich seh sie leuchten ... heute mag ich nur einatmen, so tief ... so unendlich tief ... und ich sp?r wie mir die luft durch alles geht ... wie auch ich nur zu luft werde ... f?r diesen einen winzigen augenblick ... aus dem ich kraft zu sch?pfen vermag f?r so lange zeit ... heute sp?r ich das erwachen in mir ... heute hat es sich bewegt ... und tiefes reines lachen wird neu geboren ... heute ist ein wahrer tag ... heute f?hl ich nur frieden mit der welt ... heute - heute m?cht ich sein ...
1.2.06 16:21


Fetzen einer Erinnerung

F??e knirschen im Schnee ... nackte Sohlen zertauen Kristalle ... und rotgef?rbte Abdr?cke hinterbleiben ...
der See klagt durch das Eis hindurch ... prallt ab am Himmel, der zu tief h?ngt ... und stumpf verliert sein Weh im Nebelgestr?pp ...
messerscharf zerschneiden wei?e Waden graue D?mmerw?lle ... die letzten Lichter umarmend gestorben ... nur deine Melodie im Wind ...
28.1.06 13:07


die welt versinkt in grau ... wird tr?ge ... und dumpf ... das spiel der farben erm?det ... und ich verga? mich zu drehen, sodass ich mich nun orientierungslos in einer unimodalen welt befinde ... habe vor schreck vergessen, wie man sieht und drohe zu stolpern ?ber was nicht ist ...
bis ich es endlich schaffe mich aufzul?sen in der d?mmerung, die dahinschwindet und mich mit sich tr?gt ... auf dass ich morgen fr?h erneut mit ihr zusammen wiedergeboren werde ...

~geh schlafen meine liebste welt~

25.1.06 16:51


Im schatten den schlosses

Brunnen im zentrum des gartens ... deine seufzer zerrei?en mir das herz ... tr?nen weinst du schon lang nicht mehr ... aber in deinem spiegel seh ich noch was einst geschah ...
Blumen k?mpfen heut wo wunden dein wesen straften ... und wo ich gestern erst deine letzten atemz?ge vernahm singen nun sagen ...
Und ich f?hl mich so verraten ... f?hl mich so gestutzt ... denn wo lieder deiner gedenken manifestieren sie barrieren zwischen dir und mir ... f?hl mich beraubt um deiner selbst ...
Und meine schreie nach ... gerechtigkeit ... die nur von der liebe schmerzens qual berichten ... gefrieren im wind ... eisgebilde, die deinen namen tragen ...
Das schloss in meinem r?cken ... unver?ndert hallt sein wispern bis zu mir ... so wie damals, als es leise lachte ... w?hrend du in meinen armen lagst ...
Und des nachts ... im traum ... da tret ich auf es zu ... und schrei es an ... es m?ge SCHWEIGEN ... ich bewerf es mit steinen und schlage mit blo?en f?usten gegen mauern aus h?rstestem gestein ...
Des nachts, da finde ich den mut ... den mut zumindest zu wollen ... aber an jedem einzelnen morgen erwache ich erneut im garten aus glas ...
Im zentrum des gartens mein brunnen ... der deine seufzer zerrei?t in tausend st?cke ... tr?nen weint hier schon lange niemand mehr ... aber in einem spiegel seh ich noch was einst geschah ...
Blumen kr?nen heut was wunden wesen straften ... und wo ich gestern erst deine letzten atemz?ge vernahm singen nun sagen ...
Und ich f?hl mich so verraten ... f?hl mich so verdutzt ... denn wo lieder deiner gedenken manifestieren sie barrieren zwischen dir und mir ... f?hl mich beraubt um meiner selbst ...
Und meine schreie nach ... liebe, schmerz und qual ... die nur von der verdammnis verzweiflung berichten ... gefrieren im wind ... eisgebilde, die keinen namen tragen ...
Das schloss in meinem r?cken ... unver?ndert hallt sein wispern bis zu mir ... so wie damals, als es leise lachte ... w?hrend du in meinen armen starbst ...
Und des nachts ... im traum ... da tret ich auf es zu ... und schweig es an ... es m?ge SCHREIEN ... ich bewerf es mit steinen und schlage mit blo?en f?usten gegen mauern aus h?rstestem gestein ...
Des nachts, da finde ich den mut ... den mut zumindest zu wollen ... aber an jedem einzelnen morgen erwache ich erneut hinter mauern aus glas ...
22.1.06 17:41


im Raum ... die luft steht still ... keine noch so kleine bewegung lockeRt dein staRRes antlitz .. das spiel deineR haaRe ? im tanz gestoRben ... deine augen ? ein spiegelbild ... und duRch sie hinduRch glitzeRt die k?lte in diR heRvoR ... deine bRust ? stummes zeugnis des fehlens von Rhythmus ... im stillstand geduldig ein gedanke haRRt ...

woRte zeRbR?ckelten in deinen h?nden ... in ihRen scheRben ? bildeR, die du nicht einfangen wolltest ... anklagend umh?llt dich ein mantel aus schweigen ... wunden zieRen deine haut ... glasschnitte im gewebe deines pulsieRenden leibes ... gemalte geschichten, die nicht veRgessen werden wollten ...

und du rennst durch hallen, so hoch, dass deiner nackter tritte hall echos Geb?rt, die deiner adern puls so Greifbar wiederspieGeln, sie aber nicht erreichen, immer ein weniG zur?ck, sodass der schall zum j?Ger deines atems wird und du GejaGter deiner eiGenen anGst, die einst einGenistet im dunkel Gewachsen dich nun zu ?bersteiGen, dir zu zeiGen warum du klein bist, warum du klein sein sollst, um irGendwann vielleicht auch einmal wachsen zu k?nnen Gei?elt sie dich mit der erinnerunGen qual erneut zu durchleben und des schmerzes k?lte zerrei?t dir die lunGen in splitter deiner seele friedhof bunt bemalend, auf dass ihre Gr?ber verschlossenes freiGeben und dich zwinGen in ihrem meer zu tauchen, das dich umklammert und den schrei in deiner brust ertr?nkt.





bLumen wachsen Lachend in deiner seele Leid

20.1.06 21:25


eingebrannter blick in meiner seele

ich bin gelaufen ... des nachts ?ber die felder ... meine beine trugen mich so schnell ... so schnell, dass ich mir nicht mehr sicher war, ob sie ?berhaupt noch ihren dienst taten ... oder ich schon am fliehen war ... wei?e schatten verfolgten jede meiner bewegungen ... und aus dem wald vernahm ich den atem der stille ... wind ... so kalt ... l?sst spielend meine wimpern gefrieren ... und ein zaubert belegt meine lippen mit rot ... greife die sterne ... und pfl?cke sie vom himmel herunter ... auf dass ich sie fallen lassen kann auf schnee ... meine sternenkrumenspur f?r wenn ich suchen werde den weg zur?ck ... mein herz pumpt schmerzhaft kochendes blut durch meine adern ... mein k?rper ein einziges pulsierendes beben, das dem ende des horizontes entgegen schreit ... ... fang mich auf ... oh, halt mich fest ... ber?hr mich ein letztes mal ... lass mich ein letztes mal mit dir fliegen ... ich bitt, dich ... zerst?r dich nicht ...

und dein gesicht ... ein l?cheln umspielt seine z?ge ... und verblassend verschwindest du vor mir im ewigen nebel der weltenseufzer ...

und ich sehe noch ... in deinen augen ... die traurigsten blumen der welt ...

eisblumen, denn sie weinen, wenn sie sterben

15.1.06 17:09


worte so blumenbl?tenweich ... ihre vokale jedoch kiesel unter meinen nackten f??en ... lieder durchweben engelsgleich die l?fte ... die s?tze jedoch fallen dumpf und schwer ... labyrinth akustischer signale die sich einen spa? daraus machen visuell zu spielen ... und ich fass sie an ... will greifen was mich auszulachen droht ... und meine fingerspitze ber?hrt k?hles nass ... und soghaft rei?t es mich in geleeartige massen ...wirbel im strudel aus stimmen, gefl?ster und schreien ... wispern, hauchen, kr?chzen ... bewusst verpasste schl?ge und liebkosungen verdrehen mir die wahrnehmung ... vorw?rfe hindern mich am atmen ... und im n?chsten augenblick zergeht mein wesen in so viel zuwendung w?rme ... spiegelgetr?nkte horizonte malen den raum ... und im zentrum quellt aus so viel leere, dass es die wahre f?lle ist treppengleich der worte wesen empor ... ... schall und rauch mit macht durchtr?nkt schreiben die geschichte des seins wo molek?legepr?gte fl?sse zu flie?en wissen ... ~existenz~
14.1.06 20:27


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