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Einst warf ich einen Blick in den Spiegel der Welt ... erhaschte Strukturen und Sinn wo Chaos geb?rend weilt ... und fiel mitunter in den Kessel des Lebens ... bin gestrandet am Ufer der Wirklichkeit ... und wandle nun die Grenze entlang ... staunend ?ber wie viele l?chrige Stellen im Gewebe den Einblick gew?hren ... heute blieb ich h?ngen an Eis ... durch dessen Gitter die Sonne und der Mond eine Einheit bildeten ... geborgen in k?nstlichen Welten aus Glas ... Feenstaub ihnen zu Ehren ?berzog der Erde Mantel ... und Lobges?nge hallen in den G?ngen gefrorener Hallen hernach ... so ist mein Wesen gefesselt an was sich zu l?sen gedenkt ... und mein Sehnen strebt entgegen darin zu verweilen und erneut zu baden in deinen Armen ...
8.1.06 15:15


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Kindliches verstecKspiel

wachgeKitzelt von goldenem staub die schl?fen befl?gelnd ... geatmet was die nacht zum geb?ren brauchte ... und in der warmen mitte dr?ngt der hauch der frage sich ans licht .... wunder sehen wollen oder lieber ahnungslos staunen was die welt sich drehen lassen hei?t ...

rotes laub im wei?en schnee ... golden tanzende ?derchen mit reif versetzt ... Kristalle malen heut die welt ... und Klirrende Klarheit singt vom puls des lebens zur zeit dazwischen ... zwischen wei? und regenbogen wirbeln vertr?umt die elfen ... Knospenrein ... und zwischen ewig schlafen und neu geboren werden liegt das quellende geheimnis ihrer existenz ...

zeit ist nicht wo alles mit h?nden greifbar ... grenzen sind nicht wenn man vergisst was das selbst umspannt ... und nichtig scheint was vorher sichtbar f?r wer der schatten dichtung zu haschen wei? ...

Kind - geh spielen im nimmerw?hrenden m?rchen der melodien bilder b?cher sagenwelt
8.1.06 13:12


Diese nacht sah ich dich im schlaf
Dein gesicht so nah an dem meinigen
Und der atem stockte mir einen augenblick lang
Deine augen sprangen in die meinigen
Und in meiner seele wanderst du jetzt umher
Und kalt, so kalt wird?s mir ums herz

Der schl?ssel im wipfel des baumes
Umgeben von scherenartigen bl?ttern
Ihn zu erreichen vermag ich nicht
Umkreise was ich zu greifen versuche
W?hrend die jahreszeiten ihren spa? mit mir treiben

Sonne und mond k?ssen sich
Und die gestirne hageln rosenbl?tenweich
Auf meine zerschundene haut hinab

Wann
Wann nur vermag ich das tor zu durchqueren


Die antwort weht im wind dahin
Leise fl?sterts noch hernach:
Wenn zeit nicht mehr ist und
Sein niemals war
Dann umarmen sich die welten
2.1.06 10:22


der winter ist so wunderschön ...

stille legt sich auf die schl?fen
heilig erscheint dir das lied fallenden schnees
und du wagst zu atmen im rhythmus der welt
der winter ist so wundersch?n

nackte f??e knirschen tapsend ihren weg
kristalle aus eis brechen die sicht
und in pulsierende reinheit getaucht erscheint dir die welt
der winter ist so wundersch?n

im wei? verstecken sich die sagen
geheimnisse und m?rchen leben darin eingeh?llt
und ihr geist ist alt, so alt wie deine weltenseele
der winter ist so wundersch?n

der winter ist so wundersch?n
so sch?n, dass er zu fangen mich vermag
so sch?n, dass ihm zu entrinnen mir nicht verg?nnt
so wundersch?n, dass er ?ngstigt mein innerstes wesen
27.12.05 13:19


raureif

zerklirrte spiegel wunden mir das herz
der wind ist deine ber?hrung im raum
keimender erinnerung
eiskristalle laben meine seele
es fallen welten vom den himmeln nieder
einsamer baum auf schutzlosem felde
die arme gen sehnsucht geworfen
mit wurzeln in tr?umen verwunden
spiralen sinken sacht hinab
bedeckt das m?rchen mit vergessen
auf dass ein wort geboren werden kann
26.12.05 15:00


wintermärchen

im spiegel bauen blumen aus eis neue tore zu alten welten ... gefrorene spinnenwebennetze gl?tten die wege ... und ich tauche in die wolken auf der suche nach deinem sternenschimmer ... bin verloren im losgel?sten schneetreiben ...
irre durch g?rten ... bleibe h?ngen an tr?gerischen sch?nheiten ... und sto?e mich an illusion?ren mauern ...
suche schutz im gem?uer der zeiten ... wiege mich wohl in w?rme aus schmerz ... bete dein kelch m?ge an mir vor?berziehen ... und sehne ihn gleichzeitig herbei die schreie in mir zu ertr?nken ...
gestern war ich noch nicht bereit zu laufen ... heute seh ich die wege nicht mehr ...
staub br?ckelt von den glasbauten meines palastes ... und weitgereiste lieder lassen ihre m?ntel summend klirren ... ein schlag nur und sie zerfallen in einem meer aus nie existierten scherben ...
zu demut gezwungen ... nach freiheit gel?stet ... mit blut bezahlt ...
handgelenke b?ndeln w?nsche ... und in deinen augen seh ich sternenkristalle aufleuchten ... lass mich auf ewig tanzen w?hrend meine seele vergessene lieder heraufbeschw?rt ...
25.12.05 19:45


antike tempel

in wie weit wirkt wut
aus welchen sph?ren n?hrt wut
als was ist wut fassbar
und wohin strebt ihr wirken

ein keim der freude
ein hort der angst
schrei gestorben im mauerlosen raum
der blick versagt das sehen

heute t?dlich verwundet
gestern im heiligen licht gebadet
morgen gelaufen ? ariadnelos
und zu staub verf?llt der schall machtloser namen

im leeren raum versteckt sich scham
im seienden zerbr?ckeln l?gen illusionen
auf der grenze tanzt das bewusstsein
und spiralen wirbel umschn?rt an die brust
23.12.05 12:40


Hei?es Blut pocht durch die Adern meiner Schl?fen, dr?ngt an die Peripherie zu ... erkalten ... sehnt danach den heilenden Kuss mit der Nacht einzugehen
In der klirrenden K?lte stehend, erf?llt mich Musik ... der Wintersterne T?ne geboren in den Tiefen des Seins verschmilzt mit dem Rhythmus meines Pulses ... und ich bin der Nachthimmel ... und in meinem K?rper brennen sich von innen her dessen Bahnen Muster in meine Haut ...
Die Welt steht still ... die zeit h?lt einen Moment den Atem an ... w?hrend aus mir heraus die Stille w?chst, die Himmel und Erde zusammenh?lt ... und meine Arme sind Wind ... sind Wut und Geborgenheit ... meine F??e ... Wurzel und Flucht ... w?hrend mein Atem vor Liebe vibriert
23.12.05 14:13


Und es sterben alle ?stirbt niemals?-Spr?che
Die Unendlichkeit wird endlich endlich
Und greifbar wird das Unfassbare sein
Wenn der Unsinn Sinn ergibt
Und die Zeitlosigkeit zu zeitig ist
Das >f?r immer< mutiert zu einem >auf nimmer<

Und es explodiert was zu keinem Punkt existierte
23.12.05 14:13


Die Sonne stank
Es grinsten die Fl?sse
Und die Luft legte sich zum
Schlafen nieder
W?hrend die Zeit ihren
Wechselbalg geb?rt

Ich reise mit dem toten
Licht der Sterne wohin jedes
Leben gefriert begraben zwischen
Schwarzen l?chern wartet
Alles auf den Schmetterlingen-
Schlag
Das sterbende Verschmelzen
Vor dem n?chsten WORT
23.12.05 14:12


Der eisige Wind zerfr?st mir das Gesicht
Der Sterne Bild brandmarkt
Meine Pupillen in der Tiefe ihrer Schw?rze
Der Mond gei?elt meine Kehle
Und es fetzt mir die Kleider
Vom Leib
Totes Sternenlicht nagelt
Mich an die Himmelsscherben
Der Erdball dreht sich
Unter meinen Sohlen
W?hrend kaputte Unendlichkeiten
Mir die Schlinge um den Hals legen
23.12.05 14:12


Nachtgedanken

Staubk?rner brechen das magere Licht
Tanz der Zeit im windstillen Raum
Ged?mpft ? wie Atem gehaucht in einer
Novembersnacht
Und lautlos harmoniert im Einklang die
Welt
Langsam
Leise
Und von pulsierendem Beben durchstr?mt
- und alles ist rein und ungetr?bt
Zustand der Seelenkommunikation
25.12.05 20:32


Fortunas Spielball

Was ist es ? Das, was wir als Schicksal bezeichnen ? Und was meinen wir, wenn wir mit diesem Ausdruck jonglieren ? Was sieht das geistige Auge in einem solchen Moment ? Und wie leichtfertig d?rfen wir Begriffe gebrauchen durch deren Ernennung wir ihnen ein unbekanntes Ma? an Macht verliehen ? Ist Schicksal eine Gegebenheit oder nur eine Konstruktion unserer ureigenen Angst ?

Wenn Schicksal eine Vorbestimmung unseres Lebensweges sei, so schiene mir allein ?ber eine derartige M?glichkeit auch nur nachdenken zu wollen einem Gegenbeweis entgegenstrebend. Das Schicksal entspr?che in diesem Aspekt betrachtet einer Ausrede den Menschen das Leben einfacher zu machen. Genaugenommen - zu einfach. Denn jede Handlungsweise k?nnte durch die Tatsache des Schicksals gerechtfertigt werden. Moralverst?ndnis und Gerechtigkeitssinn w?ren l?stige Unannehmlichkeiten. Und diesen Faden in Worten weiter zu spinnen wird wohl nicht erforderlich sein.

Ist das Schicksal also gar nicht existent ? Oder wenn doch, w?re es anders besser ? Sollte der Mensch nicht ein h?chstm?glichstes Ma? an Eigenverantwortung tragen (m?ssen) ? Anderseits sind Menschen in ihrer Gattung eine schwache. Eine Gattung, die sich durch eigene T?uschungen und Irref?hrungen regelm??ig aus der Bahn zu werfen gedenkt. Und weil Irren nun einmal menschlich ist ? nicht das, was wir unter human zu verstehen meinen, sondern eine dem Menschen eigene Charaktereigenschaft ? w?re die Menschheit ohne das Schicksal vielleicht nur ein orientierungsloser Ameisenhaufen. Hoffnungslos im Chaos verirrt.

Und nun ? Findet auch diese Frage ihre Antwort nahe dem goldenen Mittelweg ? Hat auch hier die Balance grundlegend ihre Hand im Spiel ? Dann s?he das Schicksal m?glicherweise nicht wie ein vorgegebener Weg, sondern vielmehr gewissen Stationspunkten ?hnelnd aus. Eine Richtlinie, deren Zwischenstationen wir auf unterschiedliche Weise erreichen k?nnen ? Kleine Wegweiser im gro?en System versteckt ?

Und am Ende ist es dann wohl doch eine Frage des Glaubens, deren unterschiedliche Auffassungsweisen jedem einzelnen Menschen selbst ?berlassen bleiben.

~eine starke brise spielt sich von hinten an mich an, l?sst mich meine arme wie in trance heben und ich denke zu wissen, welchen weg mein glaube diesbez?glich einschl?gt~
25.12.05 20:32


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