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antike tempel

in wie weit wirkt wut
aus welchen sph?ren n?hrt wut
als was ist wut fassbar
und wohin strebt ihr wirken

ein keim der freude
ein hort der angst
schrei gestorben im mauerlosen raum
der blick versagt das sehen

heute t?dlich verwundet
gestern im heiligen licht gebadet
morgen gelaufen ? ariadnelos
und zu staub verf?llt der schall machtloser namen

im leeren raum versteckt sich scham
im seienden zerbr?ckeln l?gen illusionen
auf der grenze tanzt das bewusstsein
und spiralen wirbel umschn?rt an die brust
23.12.05 12:40


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Der eisige Wind zerfr?st mir das Gesicht
Der Sterne Bild brandmarkt
Meine Pupillen in der Tiefe ihrer Schw?rze
Der Mond gei?elt meine Kehle
Und es fetzt mir die Kleider
Vom Leib
Totes Sternenlicht nagelt
Mich an die Himmelsscherben
Der Erdball dreht sich
Unter meinen Sohlen
W?hrend kaputte Unendlichkeiten
Mir die Schlinge um den Hals legen
23.12.05 14:12


Die Sonne stank
Es grinsten die Fl?sse
Und die Luft legte sich zum
Schlafen nieder
W?hrend die Zeit ihren
Wechselbalg geb?rt

Ich reise mit dem toten
Licht der Sterne wohin jedes
Leben gefriert begraben zwischen
Schwarzen l?chern wartet
Alles auf den Schmetterlingen-
Schlag
Das sterbende Verschmelzen
Vor dem n?chsten WORT
23.12.05 14:12


Und es sterben alle ?stirbt niemals?-Spr?che
Die Unendlichkeit wird endlich endlich
Und greifbar wird das Unfassbare sein
Wenn der Unsinn Sinn ergibt
Und die Zeitlosigkeit zu zeitig ist
Das >f?r immer< mutiert zu einem >auf nimmer<

Und es explodiert was zu keinem Punkt existierte
23.12.05 14:13


Hei?es Blut pocht durch die Adern meiner Schl?fen, dr?ngt an die Peripherie zu ... erkalten ... sehnt danach den heilenden Kuss mit der Nacht einzugehen
In der klirrenden K?lte stehend, erf?llt mich Musik ... der Wintersterne T?ne geboren in den Tiefen des Seins verschmilzt mit dem Rhythmus meines Pulses ... und ich bin der Nachthimmel ... und in meinem K?rper brennen sich von innen her dessen Bahnen Muster in meine Haut ...
Die Welt steht still ... die zeit h?lt einen Moment den Atem an ... w?hrend aus mir heraus die Stille w?chst, die Himmel und Erde zusammenh?lt ... und meine Arme sind Wind ... sind Wut und Geborgenheit ... meine F??e ... Wurzel und Flucht ... w?hrend mein Atem vor Liebe vibriert
23.12.05 14:13


wintermärchen

im spiegel bauen blumen aus eis neue tore zu alten welten ... gefrorene spinnenwebennetze gl?tten die wege ... und ich tauche in die wolken auf der suche nach deinem sternenschimmer ... bin verloren im losgel?sten schneetreiben ...
irre durch g?rten ... bleibe h?ngen an tr?gerischen sch?nheiten ... und sto?e mich an illusion?ren mauern ...
suche schutz im gem?uer der zeiten ... wiege mich wohl in w?rme aus schmerz ... bete dein kelch m?ge an mir vor?berziehen ... und sehne ihn gleichzeitig herbei die schreie in mir zu ertr?nken ...
gestern war ich noch nicht bereit zu laufen ... heute seh ich die wege nicht mehr ...
staub br?ckelt von den glasbauten meines palastes ... und weitgereiste lieder lassen ihre m?ntel summend klirren ... ein schlag nur und sie zerfallen in einem meer aus nie existierten scherben ...
zu demut gezwungen ... nach freiheit gel?stet ... mit blut bezahlt ...
handgelenke b?ndeln w?nsche ... und in deinen augen seh ich sternenkristalle aufleuchten ... lass mich auf ewig tanzen w?hrend meine seele vergessene lieder heraufbeschw?rt ...
25.12.05 19:45


Nachtgedanken

Staubk?rner brechen das magere Licht
Tanz der Zeit im windstillen Raum
Ged?mpft ? wie Atem gehaucht in einer
Novembersnacht
Und lautlos harmoniert im Einklang die
Welt
Langsam
Leise
Und von pulsierendem Beben durchstr?mt
- und alles ist rein und ungetr?bt
Zustand der Seelenkommunikation
25.12.05 20:32


Fortunas Spielball

Was ist es ? Das, was wir als Schicksal bezeichnen ? Und was meinen wir, wenn wir mit diesem Ausdruck jonglieren ? Was sieht das geistige Auge in einem solchen Moment ? Und wie leichtfertig d?rfen wir Begriffe gebrauchen durch deren Ernennung wir ihnen ein unbekanntes Ma? an Macht verliehen ? Ist Schicksal eine Gegebenheit oder nur eine Konstruktion unserer ureigenen Angst ?

Wenn Schicksal eine Vorbestimmung unseres Lebensweges sei, so schiene mir allein ?ber eine derartige M?glichkeit auch nur nachdenken zu wollen einem Gegenbeweis entgegenstrebend. Das Schicksal entspr?che in diesem Aspekt betrachtet einer Ausrede den Menschen das Leben einfacher zu machen. Genaugenommen - zu einfach. Denn jede Handlungsweise k?nnte durch die Tatsache des Schicksals gerechtfertigt werden. Moralverst?ndnis und Gerechtigkeitssinn w?ren l?stige Unannehmlichkeiten. Und diesen Faden in Worten weiter zu spinnen wird wohl nicht erforderlich sein.

Ist das Schicksal also gar nicht existent ? Oder wenn doch, w?re es anders besser ? Sollte der Mensch nicht ein h?chstm?glichstes Ma? an Eigenverantwortung tragen (m?ssen) ? Anderseits sind Menschen in ihrer Gattung eine schwache. Eine Gattung, die sich durch eigene T?uschungen und Irref?hrungen regelm??ig aus der Bahn zu werfen gedenkt. Und weil Irren nun einmal menschlich ist ? nicht das, was wir unter human zu verstehen meinen, sondern eine dem Menschen eigene Charaktereigenschaft ? w?re die Menschheit ohne das Schicksal vielleicht nur ein orientierungsloser Ameisenhaufen. Hoffnungslos im Chaos verirrt.

Und nun ? Findet auch diese Frage ihre Antwort nahe dem goldenen Mittelweg ? Hat auch hier die Balance grundlegend ihre Hand im Spiel ? Dann s?he das Schicksal m?glicherweise nicht wie ein vorgegebener Weg, sondern vielmehr gewissen Stationspunkten ?hnelnd aus. Eine Richtlinie, deren Zwischenstationen wir auf unterschiedliche Weise erreichen k?nnen ? Kleine Wegweiser im gro?en System versteckt ?

Und am Ende ist es dann wohl doch eine Frage des Glaubens, deren unterschiedliche Auffassungsweisen jedem einzelnen Menschen selbst ?berlassen bleiben.

~eine starke brise spielt sich von hinten an mich an, l?sst mich meine arme wie in trance heben und ich denke zu wissen, welchen weg mein glaube diesbez?glich einschl?gt~
25.12.05 20:32


nachtschattengew?chs im gem?uerten garten ... gefl?gelter brunnen - d?rstend nach lachen ... kleine metallene laubbl?ttchen klirren der b?ume wipfel ... silbrig-graues gr?n der welt ... efeu umschlingt das vergessen ... l?sst wahrheit sage werden ... lautloses tapsen nackter f??e ?ber schneekalte moosdecken ... wehen zarter kleiderstoffe im spiel - ein hauch nur ... sternenstaub schwebt auf den liegenden k?rper ... durchwebt das glatte haar ... mondfahlene haut im wei?en kleid ... die welt h?lt den atem an ... eine tr?ne lebt an den wimpern ruhender lider ... die vollen lippen von rauhreif benetzt ... der letzte apfel f?llt vom entlaubten baum ... an dessen ast mit seilen verknotet - eine ausklingende schaukel im mondschattenlicht ... in der hand ein farbloses medaillon, das einen spiegel birgt
25.12.05 20:32


kleide mich
in saftiges gr?n ... und ich
strebe dem licht entgegen ...
werde mich
ann?hernd gar zerrei?en deiner
wesenhaftigkeit hauch zu ersp?hen ... und gehe
auf in der vollkommenen symbiose
mit um mich herum
... lass mich
ein wenig staub
erhaschen ... ihn auf meine
strapazierte haut sanft
decken ... und ich mag
herbeisehnen einen zustand erf?llten genie?ens ...
einen gru?
voll danksagen dir zugesandt ... nimm
mir ein wenig meiner sorgen last
... und ich tanze f?r dich in bunt-
gef?rbten ballkleidern ... bin nur
da in deinen armen zu wirbeln ...
zeig mir orte dir
nah zu sein ... f?hr mich
hinter schleierschwaden zu dir
hin ... und ich mag
dich k?ssen
im berauschenden nebelsaal der welten ... lass mich
zur ruhe kommen in deinem blick
... und bette mich
in deinem atem ...
so mag ich dir
auf immer meine tr?ume schenken ^^

25.12.05 20:32


lying lying down

Ich verr?ucher meine Erinnerung. Tanze um diesen Haufen Asche vor meinen F??en. Ich ertr?nke meine Wahrnehmung. Feuer und Wasser vereinigen sich im brennenden Prickeln meiner Kehle. Ich verspotte meine Tr?ume. Spucke auf halluzin?r erbaute Illusionen. Ich l?ge die Welt an, zu wissen was ich will. Will hinter mein Wort treten, aber es l?uft vor mir weg. Durchschaut die fadenscheinigen L?gen, die ich mir selbst einrede um weiter zu machen. Wohl wissend nie Sieger zu sein. Aber wenn L?gen mich weiterk?mpfen lassen, so will ich ihrer Existenz Berechtigung erteilen. Also laufe ich den L?gen hinterher ? w?hrend die Wahrheit vor mir weg zu laufen scheint. Aber weil so vieles sich als ein Kreislauf entpuppt, trifft vielleicht einmal aufeinander, was sich zu entfernen versuchte. Und bis dahin such ich mir einen Gegen?ber zu dem Bild im Spiegel. Und vielleicht auch einen Namen, der h?lt, was nicht lang nachdem es einander gefunden, beginnt sich im Erbauten selbst aufzul?sen.
25.12.05 20:33


Die Straße entlang

Schwingend leicht verspielter Tanzschritt ... unbeschwert h?pfst du die Stra?e entlang ... summst die letzten Takte eines Liedes ... bist im Einklang mit dir selbst ... sowohl eben Erlebtes als auch greifbar Zuk?nftiges ... lassen angenehme Empfindungen zirkulieren -,- und du denkst an nichts ... gehst einfach nur die Stra?e entlang ... atmest gleichm??ig ... und denkst an nichts -,- ein Schlucken ... die Gedankeng?nge erwachen ... das rote D?mmerlicht verblasst ... schlagartig ist der Sonne W?rme sp?rbar zunichte ... du l?ufst die Stra?e entlang -,- die Ber?hrungen deiner F??e mit dem Boden ... dumpf und hart ... dir ist warm.nein kalt.nein-warm.ach was sag ich ~ dir ist eklig. ... das atmen verursacht einen Klo? in deiner Kehle ... in der Magengegend ist dir?s flau ... die durch deinen Kopf rasenden Gedankenbilder m?nden und gr?nden in aufgestellten Nackenh?rchen ... noch einmal Schlucken ~ (und) ~ du rennst die Stra?e entlang ?,- pl?tzliche angesapnntheit nicht/nur im kopf -,- die Beine ?berschlagen sich ... deine Kn?chel prallen ab an Rissen ... dein K?rper scheint zu langsam mit deinem Kopf mithalten zu k?nnen ? oder auch umgekehrt ... zerrissen zwischen kantigen bildern gefertigt aus erinnerung und gegenwart ... ~ein und dasselbe spiel~ ... du erreichst die haust?r ... rei?t sie auf ... und sackst hinter ihr zusammen -,-
~das LebensGef?hl kriecht die Stra?e entlang~
25.12.05 20:33


Liebes-Lied

Wie soll ich meine Seele halten, da?
sie nicht an deine r?hrt? Wie soll ich sie
hinheben ?ber dich zu andern Dingen?
Ach gerne m?cht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anr?hrt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hat uns in der Hand?
O s??es Lied.

Rilke
25.12.05 20:33


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