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flockenwalzer in ihren träumen ... sie tanzt im hauch des märchenwindes ... der mond fällt ihr zu füßen ... die sterne zupft sie spielerisch vom himmel herab ... wiegt sie jeden einzeln - behutsam - in ihren zarten fingern ... bestaunt was sie zu verzaubern mag ... und genießt sie anschließend wie julikirschen auf ihrer süßen zunge zergehend ... sternenimbiss zwischen hier und jetzt ... ihr haar fällt einem schwarzen schleier gleich lustlos ihr zur taille ... verrutscht in seiner lethargie als sie zum boden sich beugt ... bettet sanft in schnee - erloschenen schmetterling ihr zu füßen ... wenn sie singt erzittern die bäume ... gänsehautbedeckt ... ihre stimme durchdringt ihr herz nicht ... in ihren augen spiegelt sich das meer ... das meer, in dessen fluten sie geboren wurde ... doch ist es ein meer, zu dem zurückkehren ihr nicht mehr gelingt ... denn sie ist längst darin ertrunken ... flockenwalzer auf ihrer kalten haut
12.3.06 20:10


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neben einem zu stehen

und es zerreißt ihr das herz ... so greifbar und doch so fern ... er hat keine kraft mehr für einen erneuten schritt ... ihm blutet das herz ... und sie schreit ihn an - er möge sie ansehen ... er solle nicht mit dem blick am boden haften bleiben ... so unendlich schwer ... aber kein laut verlässt ihre lippen ... und ihre augen finden einander nicht ... sein kopf sinkt auf seine arme ... keinen grund mehr ihn aufrecht zu halten ... die flasche halb geleert steht fast vergessen vor ihm auf dem tisch ... und sie tut als glaubte sie ihm - er sei müde ... während sie der wahrheit wegen weint ... neben einem zu stehen, der stirbt ... neben einem zu stehen, den man liebt ... neben einem zu stehen, nichts tun zu können ... doch vielleicht gibt es irgendetwas, das sie tun könnte ... es muss doch etwas geben ... sie findet es nicht ... erstickt am leid die dinge nur anzusehen ... musik trägt beide hinfort ... traurige klänge, die sagen wozu beide nicht fähig ... und er fällt weiter in die reste seines selbst ... während sie mit dem strom davon treibt ... ihn zurücklässt ... und nur die musik ist ihre brücke ... im meer, das keine inseln hat
24.3.06 16:41


 

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